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Earnings-Calendar tracken: 6 Tools für tägliche Quartalszahlen

Earnings-Termine und Reaktionen darauf gehören zu den planbarsten Catalyst-Typen. Wir zeigen 6 Tools, die Earnings-Kalender + Reaktionsanalyse besonders gut kombinieren.

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3D-Kalender mit grünen und roten Punkten als Earnings-Indikatoren und einer Lupe — Earnings-Calendar-Tools im Vergleich.

Was du wissen solltest

Kurzfassung: Wer 2026 Earnings tracken will, hat sechs gute Optionen: Investing.com Earnings-Calendar (Standard, deutsch), Yahoo Finance (kostenloser Allrounder), MarketBlend (Catalyst-Analyse direkt nach den Zahlen), Earnings Whispers (Whisper-Numbers), Estimize (Crowd-Forecasts) und Seeking Alpha (Earnings-Call-Transkripte). Earnings-Tracking ist nur die halbe Miete — die wertvolle Arbeit beginnt mit der Catalyst-Einordnung nach der Veröffentlichung.

Warum Earnings-Tracking lohnt

Earnings sind der häufigste materielle Catalyst (siehe "Warum bewegen sich Aktien?"). Sie sind planbar, weil die Termine Wochen vorher bekannt sind, und sie produzieren oft die größten Tagesbewegungen pro Quartal.

Drei typische Workflows:

  1. Pre-Earnings-Vorbereitung — Konsens-Erwartungen prüfen, Buy/Sell-Entscheidung gegen Whisper-Numbers ziehen.
  2. Earnings-Tag — Pre-Market-Reaktion lesen, Conference-Call live verfolgen.
  3. Post-Earnings-Analyse — Catalyst einordnen, Position überdenken.

1. Investing.com Earnings-Calendar — Best für: Standard-Übersicht

Der wahrscheinlich meistgenutzte Earnings-Calendar im DACH-Raum. Filterbar nach Land, Marktkapitalisierung, Zeitraum.

Stärken: Auf Deutsch, klare Filter, kostenlos. Schwächen: Werbedichte hoch, keine Catalyst-Einordnung. Preis: Kostenlos.

2. Yahoo Finance — Best für: Kombination mit Watchlist

Yahoos Earnings-Calendar verlinkt direkt mit den jeweiligen Tickern und EPS-Erwartungen.

Stärken: Sehr breite Coverage, kostenlos. Schwächen: UX seit Jahren unverändert. Preis: Kostenlos.

3. MarketBlend — Best für: Catalyst-Analyse nach den Zahlen

MarketBlend liefert nach Earnings automatisch eine kurze Einordnung der Zahlen für jede Watchlist-Aktie: Beat oder Miss, Reaktion auf die Guidance, kurzer Outlook. Auf Deutsch.

Stärken: - Catalyst-Analyse innerhalb von 48 h nach Veröffentlichung. - Kombiniert mit DCF-Update bei strukturellen Änderungen (Pro). - Coverage auch für Nebenwerte.

Schwächen: - Kein klassischer Calendar mit Stunden-Granularität. - Pro-Funktionen kostenpflichtig.

Preis: Free + Pro 9 €/Monat.

4. Earnings Whispers — Best für: Whisper-Numbers

Whisper-Numbers sind inoffizielle Konsens-Erwartungen. Earnings Whispers ist die Referenzquelle.

Stärken: Whisper-EPS, Earnings Date Confirmation. Schwächen: Nur Englisch, US-Fokus. Preis: Kostenlos, Premium ab 9 USD/Monat.

5. Estimize — Best für: Crowd-Forecasts

Crowd-sourced EPS- und Revenue-Schätzungen. Oft präziser als Wall-Street-Konsens.

Stärken: Eigenständige Forecast-Quelle. Schwächen: Coverage begrenzt auf US-Aktien. Preis: Kostenlos.

6. Seeking Alpha — Best für: Earnings-Call-Transkripte

Earnings-Calls sind oft wichtiger als die Pressemitteilung. Seeking Alpha hat die schnellsten und vollständigsten Transkripte.

Stärken: Live-Transkripte, lange Historie. Schwächen: Premium-Preis, nur Englisch. Preis: Premium 239 USD/Jahr.

Workflow für Privatanleger

  1. Sonntag — Investing.com oder Yahoo: Earnings-Termine der eigenen Watchlist für die Woche prüfen.
  2. Tag vor Earnings — MarketBlend oder Earnings Whispers: Konsens und Whisper checken.
  3. Earnings-Tag — Yahoo oder Seeking Alpha: Pressemitteilung und Conference-Call lesen.
  4. 48 h danach — MarketBlend: Catalyst-Einordnung lesen, ggf. DCF-Update prüfen.

Häufige Fragen

  • Welcher Earnings-Calendar ist auf Deutsch?

    Investing.com bietet die deutschsprachige Version. MarketBlend liefert die deutschsprachige Catalyst-Analyse, aber keinen klassischen Calendar.

  • Was sind Whisper-Numbers?

    Inoffizielle EPS-Erwartungen, gesammelt aus Trader-Communities. Sie liegen oft näher am tatsächlichen Ergebnis als der Wall-Street-Konsens.

  • Wie schnell muss ich nach Earnings reagieren?

    Die ersten 30-60 Minuten nach Veröffentlichung entscheiden meist über die Tagesbewegung. Privatanleger reagieren typischerweise erst nach Lesen des Conference-Call-Transkripts — also Stunden später.

  • Sollte ich vor Earnings kaufen oder verkaufen?

    Statistisch sind Earnings-Plays riskant — historische Beat-Quoten liegen bei 60-70 % im Schnitt, aber die Reaktion auf Beats ist oft kleiner als auf Misses. Für Privatanleger eher: Position vor Earnings reduzieren oder unverändert halten.

  • Welche Tools liefern Earnings-Reaktionsanalyse?

    MarketBlend liefert für Watchlist-Aktien eine kurze Catalyst-Analyse innerhalb von 48 h. Seeking Alpha hat ausführliche redaktionelle Recaps.

Fazit

Ein Calendar reicht nicht — die wertvolle Arbeit ist die Einordnung nach den Zahlen. Wer das automatisieren will: MarketBlend Pro hier ansehen →.

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Über den Autor

Fabio Cutinelli
Fabio Cutinelli

Co-Founder · Salesforce Consultant

Fabio ist Mit-Gründer von MarketBlend und arbeitet am technischen Unterbau der Plattform — von Daten-Pipelines bis zur Integration externer Marktdaten. Bei MarketBlend übersetzt er Daten-Mechaniken in nutzbare Produkt-Features und sorgt dafür, dass komplexe Logik im Hintergrund verschwindet, wenn die Oberfläche sie nicht braucht.

Hauptberuflich ist er Salesforce Consultant bei SalesFive und entwirft dort skalierbare Lösungen für Kunden im Enterprise-Umfeld. Diesen Mix aus technischem Tiefgang und analytischem Blick auf Business-Abläufe bringt er auch in die MarketBlend-Architektur ein.

Er hat einen Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Mainz abgeschlossen. Privat ist er 24, lebt in Mainz und sucht sportlich wie beruflich gerne neue Herausforderungen.

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